23.05.2008 - Feuer in Fleischfabrik

Achternmeerer und Litteler Feuerwehrkameraden unterstützen Berufsfeuerwehr bei einem Großfeuer in Oldenburg.

(von Rainer Dehmerund und Karsten Röhr) Großbrand im Gewerbegebiet Tweelbäke: Am Freitagmorgen ist ein Feuer in einer Lagerhalle der Fleischwarenfabrik an der Georg-Bölts-Straße ausgebrochen. Die schwarze Rauchsäule über dem Gebäude war kilometerweit zu sehen. Mehr als 120 Feuerwehrleute bekämpften den ganzen Tag über die Flammen. Nach ersten Schätzungen des betroffenen Unternehmens entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

FleischfabrikIn der Fabrik der drei Oldenburger Unternehmen des dänischen Fleisch- und Wurstkonzerns Danish Crown hatte gegen 8.35 Uhr die interne Brandmeldeanlage ausgelöst. Aus bislang unbekannten Gründen war das Feuer in einer rückwärtigen Halle ausgebrochen. Dort waren Kartonagen, Etiketten und Kunststoffverpackungen gelagert.

Sofort wurde das Gebäude evakuiert. Nach Angaben der Geschäftsleitung hielten sich zu diesem Zeitpunkt fast 600 Mitarbeiter im Gebäude auf. Durch das Feuer wurde niemand verletzt. Ein Mitarbeiter erlitt stressbedingt einen Kreislaufzusammenbruch.

Nach gut zwei Stunden sah es so aus, als sei das Feuer unter Kontrolle. Um die Mittagszeit flammte der Brand jedoch wieder auf. „Im Bereich der Dachkonstruktion hatte es eine Durchzündung der Rauch- und Brandgase gegeben“, erklärt Feuerwehr-Sprecher Michael Wiecker.

Flammen loderten aus dem eingestürzten Dach. Das Feuer beschädigte auch die Kühlleitungen, wodurch das stark riechende Gas Ammoniak austrat. Nach den Schadstoffmessungen der Polizei, die mit insgesamt 30 Beamten im Einsatz war, bestand keine gesundheitliche Gefährdung für die Bevölkerung. Den Bewohnern in Tweelbäke und Kreyenbrück wurde aber dennoch geraten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Letztlich war der Brand erst zehn Stunden nach Ausbruch eingedämmt. Erst dann konnten die Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz ins Gebäude. Bis dahin waren etwa 500 000 Liter Wasser verspritzt worden. Zeitweise wurde auch mit Schaum gelöscht. Unterstützung bekam die Berufsfeuerwehr von den freiwilligen Einheiten aus der Stadt und den umliegenden Landkreisen.

Bis zum späten Abend waren die Feuerwehrleute damit beschäftigt, die Glutnester abzulöschen. Wann die Fabrik ihren Betrieb wieder aufnehmen kann, ist derzeit unklar.

Quelle Bericht & Foto: NWZonline.de, Foto von Markus Hibbeler